Dreifaltige Rollenspiel-Lektüre

Drei Falten mit einem Rollenspielerkopf dahinter, ergibt einen nachdenklichen, amüsanten und relativ bodenständigen Blick auf das was war, ist und möglicherweise in der Szene los sein wird.

Dienstag, August 04, 2015

#RPGaDAY2015 Frage 3: Lieblingsspiel, welches in den letzten 12 Monaten erschienen ist?

Puh, da wird es schon dünn. Bei Numenera und 13th Age habe ich auf die deutschen Versionen gewartet und folglich bisher nur überflogen. Firefly und Star Wars konnten mich nicht wirklich packen. Degenesis Rebirth sah (von den Previews her) interessant aus, ist mir aber zu teuer für ein Spiel, welches ich sowieso nur konvertiere (gleiches gilt für Esteren, Mutant Year Zero und ähnliche Artbook-RPGs für Nichtspieler). PbtA-Systeme sind mir eher unangenehm, da die (groß angepriesenen) Moves in 50% der Fälle langweilige Ergebnisse generieren.

Daher würde ich sagen: Hillfolk. Zwar bin ich nicht 100% zufrieden damit, aber was in diesem Buch drin steht ist zumindest interessant genug, um hunderte von Kampagnen zu befruchten. Welches Spiel kann das schon von sich behaupten?

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6 Kommentare:

Blogger Zant meinte...

MYZ ist viel mehr als ein Artbook. Es unterscheidet sich dabei sehr von Degenesis Rebirth. Lies mal bei obskures.

August 04, 2015 10:39 nachm.  
Anonymous Captain meinte...

Hillfolk hab ich mir im Frühjahr zugelegt und ich bin begeistert. Klar ist so ein reinrassiges Erzählspiel nicht jedermans Geschmack. Meinen triffts wie noch kein Rollenspiel zuvor.

August 05, 2015 3:27 nachm.  
Anonymous Tagschatten meinte...

Artbook-RPG. Schön. Ins Vokabular aufgenommen.

August 05, 2015 4:30 nachm.  
Blogger Athair meinte...

Mutant: Year Zero hat mich regelseitig überzeugt. Das stecken ganz viele Innovationen des frühen Erzählspiels (Prince Valiant, Ghostbusters) drin, die leider im Zuge der Storytelling-Geschichte verloren gegangen sind. Da stecken außerdem gute Indie- und OSR-Ideen drin. Das Ergebnis scheint ein sehr gut spielbares RPG zu sein.

Was das Artwork angeht: Ja, es ist toll. Und es ist anders. Als Artbook kann ich das Spiel dennoch nicht verstehen. Dafür sind der Illus zu wenige.
Generell muss ich sagen, dass ich diese vom Industriestandart abweichende Art der RPG Illustration (sh. auch A Red & Pleasant Land, Yoon-Suin the Purple Land, Warbirds, Don't walk in winter wood) DEUTLICH Stickeralben-RPG (Pathfinder, D&D5, FFG Star Wars)oder als RPG verkleideten Artbooks (Symbaorum, Esteren, Eoris Essence, ...) vorziehe.

August 14, 2015 3:34 nachm.  
Blogger alexandro meinte...

@Zant: Habe ich gelesen. Bezeichnenderweise geht Ingo kaum auf die Regeln ein.

Nach dem was ich in den anderen (aussagekräftigeren) Reviews darüber gelesen habe, ist es ein klassisches System mit angetackerten Organisationsregeln. Also wie (das überschätzte) ASoIaF RPG. *gähn* Nichts für mich.

September 10, 2015 6:28 nachm.  
Blogger alexandro meinte...

Und das Setting ist recht langweilig: "Alles ist irgendwie kaputt und wir kauern in den letzten Resten der Zivilisation, außer wenn wir mal rauskommen um Dinge kaputt zu machen." - im wesentlichen der Plot von Mad Max II und Waterworld (zweimal derselbe Film - einmal mit zuwenig Wasser, einmal mit zuviel).

Bei Degenesis ist das wesentlich interessanter, weil Aufbau und Rückgewinnung der Welt von der omnipräsenten Natur ein Thema sind. Gut, jeder Kult hat eine eigene Idee wie dies zu realisieren ist (und ihre Pläne sind grob inkompatibel) und sie geben sich trotzdem noch gegenseitig auf die Fresse, aber irgendwie fühlt sich das besser an, weil die Charaktere tatsächlich *für* etwas kämpfen, statt nur (wie in Fallout oder MY0) *gegen* etwas.

September 10, 2015 6:35 nachm.  

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