Dreifaltige Rollenspiel-Lektüre

Drei Falten mit einem Rollenspielerkopf dahinter, ergibt einen nachdenklichen, amüsanten und relativ bodenständigen Blick auf das was war, ist und möglicherweise in der Szene los sein wird.

Freitag, Januar 02, 2009

Das Wort zum Jahresbeginn

Und wieder ein Rollenspieler-Jahr vorüber, ein kurzes Resümee erscheint angebracht.

Positives
  • Abenteuer.: ein neues Fanzine aus deutschen Landen, war ein voller Erfolg. Die Erstausgabe (mit dem Ritter „Sir Keinhals von Tuntenstein“ auf dem Cover) scheint sich gut verkauft zu haben und hat einiges zu bieten (Nr. 2 wurde noch vor dem neuen Jahr bestellt und dürfte in nächster Zeit eintrudeln – ausführlichere Eindrücke folgen). Durch meine eigene Beteiligung habe ich wieder Motivation für meine eigenen Projekte getankt und verbringe meine (leider gerade spärliche) Freizeit mit dem Feinschliff an einigen lange Zeit brach liegenden Projekten.
  • Slipstream: Geil, endlich ein ECHTES Gonzo-Setting. Sofortige Ausschüttung von Spaßhormonen garantiert.
  • Opus Anima: Tolles Setting, gut ausgearbeitet. Die Seelenlosenthematik ist zwar nicht unbedingt mein Ding, aber das Setting gibt auch für normale Menschen genug Impulse für massig Exploration und Abenteuer.
  • HKAT!(1st) erworben (Dank an Noble Knight und meine in den USA weilenden Freunde). Cool, dynamisch und innovativ. Warum musste man diese geniale Mechanik in der 2nd durch Tri-Stat ersetzen?
  • Feng-Shui- Kampagne fast beendet (letzte Spielsitzung folgt im Neuen Jahr). Wunderbare Plotentwicklung und echtes from-zero-to-hero Gefühl. Geil.
  • DreRoCo 3: Tolle Con und die Spieler des „Vampirathons“ haben wirklich toll gespielt. Auch LindenCon und Odyssee wiesen wieder gewohnt hohe Qualität auf.
Negatives
  • RPC: Händlerwerbeveranstaltung, überfüllte Hallen, teures Essen, kaum RPG-Runden. Insgesamt ärgerlich und sicher keine weitere Reise wert.
  • Erfolgreiche, lange laufende Vampire-Runde wegen Abwanderung und Zeitmangel der Mitspieler beenden müssen. Doof, aber nicht zu ändern.
Irrelevantes
  • D&D 4E: Trotz einiger guter Ideen (Abschaffung der Idioten-Buffs, Konzentration auf Charakterfertigkeiten, Überarbeitung von toten Settings) ist das System nichts, was mich auf Dauer bei der Stange hält. Die Ablehnung der prügelnden Shah-Anhänger, die jedwede Kritik am Schweinesystem "wegjubeln" wollen, teile ich nicht, hab ich doch bei Sets DSA-Runde recht deutlich die Defizite des Old-School-Spielstils beobachten können, aber auf Teufel komm raus verteidigen will ich das neue System auch nicht. Dazu bin ich einfach zu wenig davon überzeugt.
  • Dead Reign: Ömm, Palladium gibt es noch? Sind sie nicht schon (verdient) GoO nachgefolgt? Na ja, was nicht ist kann ja 2009 noch werden. Herr S. liefert (wie schon bei RIFTS, Nightbane, Robotech, Ninjas&Superspies...), wieder mal ein komplett „eigenes“ Rollenspiel ab, welches nur „rein zufällig“ die Setting-Vorarbeit von anderen abgreift und versucht auf der Welle der Popularität eines Medienphänomens (im konkreten Fall: Zombies) mitzuschwimmen. Ähnlich wie bei GoO muss das Haussystem (inzwischen unbrauchbar verquarzt) als „Poochie“ für alle Settings herhalten – etwas dass erwartungsgemäß in die Hose geht.

Vorsätze für 2009:
  • Einkaufsliste: deutsches Savage Worlds, deutsches Scion, Geist (neues WW-Setting), evtll. Space Gothic, Fading Suns 3rd Edition… == viel zu tun.
  • Neue Kampagne starten (wahrscheinlich Fading Suns)
  • Einmal zur NordCon fahren
  • Blogging und Forenaktivität einschränken, um Kapazitäten für andere Projekte freizumachen (keine Sorge, vollständig werdet ihr mich nicht los ;) ).
Ich wünsche allen Lesern ein erbauliches Neues Jahr und dass sie die Zeit und Ernergie finden, alle ihre Guten Vorsätze zu beherzigen.

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2 Kommentare:

Anonymous ghoul meinte...

Hattest Du schon was über die Defizite von Oldschool-Systemen geschrieben? Deine Meinung würde mich nämlich interessieren.

Januar 04, 2009 6:37 vorm.  
Blogger alexandro meinte...

http://3faltigkeit.blogspot.com/2008/11/von-charakteren-dem-was-sie-verdienen.html

Nicht von Old-School-Systemen an sich, sondern danach, wie sie (meiner Erfahrung nach) gespielt werden (großer Unterschied).

Januar 04, 2009 3:23 nachm.  

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