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Es werden Posts vom Oktober, 2008 angezeigt.

[Requiem] Ein Schwung neuer Hausregeln

Umgang mit Sterblichen: statt den Würfelvorrat auf die Menschlichkeit zu beschränken vergebe ich lieber einen Malus in Höhe der Differenz zwischen Menschlichkeit des Charakters und Moral des Sterblichen.

Debatte (Rome):
- Zielzahl der Erfolge wird wie Gesundheitsstufen behandelt, welche durch "Angriffe" der Gegner reduziert werden (normalerweise "Schlagschaden", außer der Charakter benutzt eine "Waffe" (=dreckige Gehimnisse seines Rivalen, Vollmachten). Dieser Wert heißt Glaubwürdigkeit.
- die G. eines Charakters bleibt innerhalb der Debatte immer gleich (wäre sonst zu kompliziert). Hat er noch wenige G. übrig, so erleidet er- genau wie bei Wunden- Abzüge. Verliert er alle G. durch Schlagschaden, so kann er die Debatte nicht mehr gewinnen, jedoch kann er mit mit dem üblichen -3 Malus) noch versuchen das Argument der Gegenseite zu schwächen.
1. Wechsel der Taktik bringt -5 Würfel in der ersten Runde und man erhält nicht den Bonus/Malus für die Taktik in dieser…

Was bei Traveller nicht stimmt...

...ist gleichzeitig symptomatisch für andere, simulationsgeprägte Rollenspiele.

Traveller ist ein Simulation, welche Modelle liefert, um ein funktionierendes Universum zu entwerfen, welches die Spieler erforschen können. So zumindest die Behauptung.

In Wahrheit ist es jedoch so, dass der Modellbau hauptsächlich um seiner Selbst Willen geschieht und nicht auf die Konsistenz der Welt zugeschnitten ist. Die Fixierung auf die Makrostruktur lässt klaffende Lücken erkennen, sobald die Charaktere die Welt betreten.

In Buch Zwo wird bspw. die Gestaltung des Sonnensystems breiter ausgewalzt, inklusive ausführlicher Modellierung von Albedo und Klimawandel. Dafür wird auf nützliche Werkzeuge für den SL, wie z.B. eine Modellierung der Umlaufzeiten der Planeten, komplett verzichtet.

Was für Auswirkungen hat das nun konkret? Nun, rein rein ästhetische Details , welche ungefähr so wichtig sind wie die Auigenfarbe der Charaktere werden durch Modelle abgebildet, wichtige Spielinhalte (für Reisezeiten zwis…

So nicht!

Oder: Wenn du mich von den Vorzügen deines Lieblingsspiels überzeugen willst, hier ein paar Tipps…

Im Jahre 2004 wurde die Welt der Dunkelheit eingestellt und durch eine neue- im Fokus leicht verschobene- Spielreihe, mit gleichem Namen aber anderem Inhalt, ersetzt. Mit ihm kamen ein neues Regelsystem, welches sich qualitativ durchaus mit dem damaligen Marktführer D&D 3.5 messen konnte und einige Verschlankungen des Spielhintergrunds (hauptsächlich eine Abschaffung des unsäglichen Metaplots).

All dies wären großartige Bezugspunkte gewesen, um die Unterschiede des Spiels gegenüber seinem Vorgänger herauszustellen und auf diese Weise mögliche Vorteile aufzuzeigen (bzw. zumindest aufzeigen wie konkrete Interessen durch dieses Spiel bedient werden). Auch ich war mir (bei aller Liebe welche ich für die alte WoD verbinde) durchaus der qualitativen Vorzüge von deren Nachfolgerin bewusst- genau wie einiger ästhetischer Entscheidungen im Hintergrund, welche mir als zu simpel/nicht radikal gen…

Die Antwort auf Rätsel #7

Was passiert wenn der Dunkle Lord tot ist?, fragte jemand zaghaft.

Dann, sage ich, kommt eine großartige Kampagne zu ihrem Ende. Und das Ende ist extrem wichtig, wenn etwas zu lange dauert, so wird es schal und uninteressant.

"Wissen wann man aufhören muss" ist somit mein persönlicher Beitrag zu den vergessenen Künsten der Spielleitung.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Nur was weh tut ist auch gut

Das Spiel "kontrollieren" zu wollen, alle Schlachtfelder zu besetzen und jedes mögliche Problem vorbeugend im Keim zu ersticken ist sinnlos und zeitraubend.

Man kann Charakter bis zum Arsch mit kewl-powerz/Problemlösergegenständen vollstopfen, glücklicherweise habe die meißten Systeme eine endliche Menge derselben zur Verfügung. Und wenn etwas endlich ist, kann man davon ausgehen dass gerade das was man braucht nicht zur Verfügung steht und man umdenken muss. Daher ist Charakteroptimierung zwar nicht grundsätzlich zu verdammen, kann aber niemals "richtiges Rollenspiel(TM)" ersetzen. Charaktere von Spielern welche das versuchen landen bei mir relativ schnell im Mülleimer.

Genauso sinnlos ist endloses Planen, wie bei einigen Shadowrun-Runden an denen ich teilnehmen durfte. Wäre das Planen wenigstens mit vernünftiger Aufklärung verbunden gewesen, dann wäre wenigstens etwas passiert und hinterher wäre man schlauer und könnte vernünftig planen. Aber nein: es wurde lang un…

[Hausregel] nWoD Storyteller: Würfelabzüge vs. Erfolgsschwellen

Ich mag ja die neue Welt der Dunkelheit recht gerne, mag wie das System nahtlos ineinandergreift und die Regeln aufeinander aufbauen um ein stimmiges Ganzes zu bilden. Bisher konnte ich mich noch mit keinem der mitgelieferten Spielhintergründe für die Übernatürlichen Splats so richtig anfreunden und habe damit hauptsächlich One-Shot-Szenarien mit Menschen in klassischen Horrorszenarien gespielt. Jetzt hat jedoch "Requiem for Rome" meine Begeisterung für die neuen-alten Vampire wieder entfacht und ich plane das Sytem intensiver zu nutzen.
Allerdings muss ich dafür erst einmal ein paar Kinken ausbügeln.

Eine dafür sind Würfelabzüge und Erfolgsschwellen: nWoD schafft zwar die variable Schwierigkeit ab, tut aber nichts gegen diese recht unintuitive Differenzierung. Würfelabzüge saugen aus verschiedenen Gründen: das Spiel stockt, weil der Erzähler erst mal den Abzug ansagen muss, hat der Spieler übereifrigerweise bereits gewürfelt, so muss er den Wurf wiederholen. Zudem ist die Auf…

“F$%@ing old-skool” vs. “Ye olde School”

WILL Der Sumpfdämon greift dich an. Leg los.
TARYN(würfelt) Öhmm, vierzehn.
WILL Zählt nicht, du musst es sagen.
TARYN Das ist bescheuert.
WILL Komm schon.
TARYN(seufzt) Bei der Macht von Elric Elfenfürst, weiche Dämon!
WILL Gut. Du bezwingst den Dämon, aber dein Pferd beginnt im Sumpf zu versinken. Was machst du?
TARYN(gähnt) Ich leg mich schlafen und besorg mir morgen ein neues Pferd.

WILL Wie soll ich das werten? Magischer Schlaf oder Tod?
-Nightmare on Elm Street 3- The Dream Warriors

Alle reden über Old-School, ich will auch mal. Das ist ein Spielstil, welcher mich sehr interessiert und über den ich immer wieder gerne lese (sei es bei Trollsmyth, bei Norbert, bei Moritz, bei Raggi und sogar bei James & Jeff). Allerdings habe ich das Gefühl dass wenn darüber geredet wird leicht mal ein paar Sachen durcheinander geworfen werden, um die eigene Agenda voranzutreiben oder sich zu profilieren.
Als Konsequenz davon gehen die Meinungen darüber, was denn nun „wahre“ Old-School sei etwas ause…