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Es werden Posts vom September, 2008 angezeigt.

[Abenteuerwerkstatt] Intrige 3- Lange während und gut(?)

Teil 1: Politische Ballungsräume
Teil 2: NSCs und Ressourcen

Hier nun endlich der dritte Teil meiner Intrigenreihe, in dem ich mich etwas mit den Meta-Techniken beschäftigen will, welche das Zusammenspiel einer Rollenspielrunde beeinflussen können, welche sich dem Intrigenspiel zugewandt hat. Eigentlich sollte das der Abschluss der Reihe werden, jedoch habe ich mich entschieden den letzten Teil (Abenteuerdesign) in einen eigenen Artikel auszulagern, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten.
Also, ohne viel Umschweife, ein paar Ingredienzien für eine (mehr oder weniger) reibungslos laufende Intrigen-Kampagne:
Die richtigen Spieler. Eigentlich selbstverständlich: wer eine konspirative Kampagne spielen will, der sollte auch nur mit Spielern spielen, welche auch bereit sind „um die Ecke zu denken“ und welche Spaß daran haben, sich in die Köpfe ihrer Gegner hineinzuversetzen. Ist das nicht gegeben, so wird eine solche Kampagne nur krampfig und unspannend. Das heißt nicht dass Intrigen nich…

Storyteller? Was ist das überhaupt?

Klassisches Rollenspiel= „It’s the GMs world, we [the players] just live in it.” Storytelling ist das Gegenteil davon, die Betrachtung der Fiktion unter dem Gesichtspunkt: was davon kommt tatsächlich beim Spieler an. Folglich ist dieser Spielstil eine Konzentration auf das Szenische, das Unmittelbare, welches erst mit Inhalt und Bedeutung gefüllt werden muss. Inhalt und Bedeutung entstehen durch dramatische Wirkung. Dramatische Wirkung wird erreicht indem dramatische Elemente in die Fiktion eingeführt werden und zu einer Geschichte verwoben werden. Dabei sind auf einer grundlegenden Ebene alle Spielteilnehmer gleichberechtigt, wenn es darum geht dramatische Elemente einzubringen (wenn das nicht der Fall ist, so spricht man von Railroading, gepaart mit einem dysfunktionalen Umgang mit Storytelling). Das ist weder gewollt noch wirklich vorteilhaft für die Fiktion, da der SL sich zwar etwas Arbeit erspart, im Endeffekt aber durch die Beschneidung der Zugangswege für die Spieler, sich selbs…

Warum ich Storyteller bin? Darum!

All work and no play makes alexandro…unfähig den dritten Teil der Intrigenreihe fertig zu stellen. ;) Daher erstmal ein wenig leichte Kost, Befindlichkeitsbloggerei mit Rollenspielcharakter sozusagen.Beginnen wir mit einem kleinen Exkurs darüber, wie ich persönlich meine Abenteuer vorbereite. Kürzlich (in Vorbereitung zur Odyssee) ist mir da nämlich ein Licht aufgegangen, warum ich mit ARS überhaupt keinen Spaß habe (zumindest als SL).

Nehmen wir einmal mein Sorcerer-Abenteuer als Beispiel: mir kam der Gedanke „Sorcerer könnte man eigentlich auch verwenden, um in der Welt von Steven Kings ‚Der Dunkle Turm’ zu spielen“. Nach und nach freundete ich mich mit der Idee an und begann mir zu überlegen, welche Rolle die Sorcerer-Mechaniken (die ich größtenteils unverändert übernahm) in dieser Welt spielen würden. Nachdem ich dieses „Grundgerüst“ hatte, machte ich mich an das eigentliche Abenteuer.
Dazu klickte ich mich auf die Wikipedia-Seite und machte mich über den Hintergrund der Welt schlau…