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Es werden Posts vom August, 2008 angezeigt.

[Abenteuerwerkstatt] Intrige (Teil 2) – Mittel und Mittler

Teil 1: Politische Ballungsräume

Als nächstes betrachten wir die Rolle von Ressourcen in einem Intrigenszenario:Um es vorneweg klarzustellen: es handelt sich hierbei nicht um Geldeinheiten, Truppenkontingente oder ähnlichen Hartwurst-Kram. Solche Dinge können wichtig werden, allerdings erst dann, wenn die Politik schon längst gescheitert ist, alle Intrigen aufgedeckt und die Karten auf dem Tisch liegen. Kurz: wenn das, worum es in diesem Artikel geht schon lange vorbei ist. Daher bildet Ressourcenmanagement bei mir bestenfalls einen netten Hintergrund, der eine Begründung für die jeweilige politische Strategie liefert, jedoch niemals einen Selbstzweck. Diesem Falschargument auf den Leim zu gehen und Ressourcen als „Coupons“ zu betrachten, welche die Probleme der Spielfiguren lösen, tötet das Intrigenspiel und verdammt die Spieler zur Passivität.
Denn was ist denn die intelligenteste Strategie in einem System, in dem politische Ressourcen „Währung“ sind und (wie Goldmünzen) einmalig aufg…

[Abenteuerwerkstatt] Intrige (und um Trige, und um Trige herum)

Vor einiger Zeit haben wir die Warlock-Mentalität (mit Erscheinen von D&D4 brauche ich wohl ein anderes Wort dafür ;)) und die räumliche Verortung von Abenteuern behandelt. Jetzt wollen wir mal schauen, ob wir das Ganze nicht zu einer vernünftigen Richtlinie für Intrigenabenteuer verarbeiten können.

Fangen wir mit den räumlichen Verhältnissen an:Damit Intrigen funktionieren, muss das Umfeld in dem sie stattfinden klar abgesteckt sein. Es müssen Fraktionen vorhanden sein, die auf regelmäßiger Basis miteinander interagieren. Nur so kann man annährend vorhersagen, mit welchen anderen Faktoren die eigenen Intrigen interagieren. Je größer die Räume werden in denen diese Vorgänge sich abspielen, desto komplizierter wird das. Wenn man mit dem Nachbarkönigreich (oder dem Nachbarsubsektor) Politik treibt, dann läuft man denen nicht einfach mal zufällig über den Weg. Jeder Besuch dort ist ein kalkulierter Akt und wird entsprechend bewertet werden. Informationen, unverbindliche Bekanntschafte…

[RPG-Design] „Halten sie die Spieler arm!“

Es ist eine beliebte Tradition bei (traditionellen) Rollenspielen (als prominentestes natürlich DSA), dass die Spielfiguren ja nicht mit „zuviel“ Geld starten sollten, schließlich kann man sie dann nicht mehr mit Belohnungen für Aufträge motivieren. Natürlich geht es auch anders, aber diese Herangehensweise ist erstmal grundsätzlich OK.Leider setzt sich in den Köpfen vieler Spieleautoren nur der erste Teil dieses Ratschlags durch (Spielfiguren dürfen nicht mit zuviel Geld starten), was in nicht-abstrakten Systemen zu Problemen führt, wenn man versucht bestimmte Spielweltimmanente Aspekte (Gönner, Schulden, festes Einkommen) in diesem System abzubilden, weshalb ich mich einmal mit diesen auseinandersetzen möchte.Da wäre zunächst ein festes Einkommen, welches unabhängig von abenteuerrelevanten Tätigkeiten besteht (meist über ein Vor- oder Nachteilssystem oder ähnliches). Das Problem hierbei ist oft, dass Charaktere zwar weiterhin bettelarm starten, aber lediglich ein Jahr in der Spielwe…

Einer von uns, einer von uns...

Seit einiger Zeit sind ein paar gute Bekannte von mir (darunter eine Rollenspielerin aus meiner allerersten Vampire-Runde) in Madison, Wisconsin ansässig (hier ihr Blog mit Erlebnisberichten).

Seltsamerweise habe ich immer meine Chance verpasst, sie mit dem "Indie-Fieber" anzustecken und mal eine forgige Runde mit ihnen zu leiten.

Doch was passiert: sie sind noch nichtmal ein Jahr in Amerika und schon gut befreundet mit Forge-Gründer Ron Edwards (welcher sie auf der GenCon mit einer Runde "Spione" begeistern konnte), mit welchem sie Kontaktadressen ausgetauscht und ihn auf Cons in Madison und Leipzig eingeladen haben.

So kanns gehen.

[Blogosphäre] Neue Deutsche Erkenntnis

Ab sofort sind viele deutsche Rollenspielblogs- u.a. auch dieses- in geballter Form auf der Seite rsp-blogs.de zu finden.

Rsp-blogs. de: der schnelle Überblick über die deutsche Blogosphäre und ein reich gedecktes Buffet an interessantem Material und Einsichten.

Ich schlage vor, sie sehen sich das mal an.
Ihr Hardy Krüger.

[Blogosphäre] Kinder an die Macht

Gerade wieder einen tollen Artikel bei Trollsmyth gelesen, der einige Erfahrungen meiner frühen Rollenspielzeit ins rechte Licht rückt.Es geht darum um das regellose „verhandeln“ von Geschichten, und zwar nicht allein durch den Kanal zentralistisch gelenkter „herrenmäßiger“ Spielleiter (Lahmärsche), sondern dezentral zwischen den Spielern, als kreatives Hin und Her, bei dem implizite Annahmen das Geschehen steuern.Sehr einsichtsreich auch der Kommentar von Robert Fisher:
It’s similar to the way that we’re told we can’t possibly have fun with older RPG systems. ^_^
It works because the people involved want it to work, and that’s all you really need. Oh, from what I’m told, you occasionally have the odd trouble maker, but that’s true in any group endeavor. sigh
I think these “free-form RPGs” and old-school D&D actually have a lot in common. Although, at first blush, I can see people from both sides being turned off by the other.
The thing I’ve seen among the most staunch new-school a…

Odyssee 2008- Take it easy on the steam

Wieder eine Odyssee hinter mir und ich kann sagen: ich bin zufrieden. Viele nette Bekanntschaften aufgefrischt und neue Systeme kennen gelernt, was wieder die Vorteile von kleinen Cons gegenüber anonymen Großveranstaltungen wie der RPC (wo ohnehin nicht mehr Runden angeboten wurden, als z.B. bei der LindenCon oder der Odyssee- der Großteil der RPG-Halle wird da ohne hin von Blödelmech und Kriegshammer Kiddies eingenommen und von den wenigen tatsächlich stattfindenden Runden waren ein Großteil Demos der Autoren oder Verlage) herausstreicht.Doch alles der Reihe nach. Am Donnerstagabend kam ich in Berlin an, verstaute meine Sachen und frönte dann der Nachtkultur in Form einer Interpretation des „Sommernachtstraum“ im Theater Hexenkessel. Sehr unterhaltsam und empfehlenswert.Am Freitag stöberte ich noch ein wenig durch Berlins Rollenspiel-Läden- weniger wegen Rollenspielen, sondern vielmehr wegen meiner stetig wachsenden Mini-Begeisterung. Leider hatte Gwindi geschlossen, aber bei Gamers …

[10:15 Saturday Night] alexandros (not entirely comprehensive) list of underappreciated TV-shows

Man I just remember how good the 90s were TV-wise and how much of the good stuff from back then is buried in Saturday morning telly or taken off the screen completely. For the top 6, they didn't even bother to release a DVD boxed set so far- and that is really saying something, considering the loads of old TV-trash they are mining for "collectors value" nowadays (I mean, what kind of person really needs to watch shows like Betty la fea more than once?).

Without further ado, here's the list:
10. Sliders- (especially the later seasons) Some really great storylines, that move really outside the parralel-universe-of-the-week-schtick you come to expect.
9. Seaquest DSV- Great sci-fi-show, which tries to hard to be "hip" and "kewl", introducing aliens and genetic mutants later on.
8. Rocko's Modern Life- Absolutely love the humor. The Simsons (and all their imitators) have nothing on this anarchistic piece of nerdiness.
7. Young Indiana Jones- a bit of…