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Es werden Posts vom Mai, 2008 angezeigt.

Über die Spielerinitiative

In letzter Zeit wird (bedingt durch ein gewisses Ereignis, welches nicht näher bezeichnet werden braucht) immer wieder über die angebliche Entwertung von Spielerleistung durch „vorgekaute“ Optionen gesprochen. Und das überdies in vorhersagbar falscher Weise, so dass es angebracht wäre, einmal Klartext zu reden.Um zu verstehen, wovon wir eigentlich reden, gehen wir zurück in die Rollenspiel-Steinzeit: verschiedene Gruppen spielen so vor sich hin, mit Regeln welche gerade das notwendigste abdecken und eigentlich relativ phantasielos sind. Dann passiert es: einer der Spieler macht etwas Cooles. Ehrfürchtiges Staunen, dann frenetisch zum 2001-Thema in die Luft geworfene Würfel: das ist es, was das Rollenspiel spielenswert macht. Die Gruppe nimmt möglicherweise aufgrund dieses Schlüsselerlebnisses selber einige Merkmale dieser Spielweise an, diese Art zu spielen wird zu einer Art „group identity“ für diese Gruppe und alle Mitglieder derselben verstehen intuitiv, warum es cool ist so und ni…

[Maskerade] Top 3 der Mißverständnisse- "Life is violence filled with water"

Anlässlich meiner laufenden Vorstellung des Maskerade-Settings möchte ich mal auf einige Fehleinschätzungen eingehen, welche immer wieder anzutreffen sind und aufzeigen, was für Probleme diese für ein für alle Spielteilnehmer zufriedenstellendes Spiel darstellen.

#3- Wie persönlich ist „Persönlich“?
Persönlicher Horror, das Kernkonzept der Maskerade, lädt am ehesten zu Missverständnissen ein. Es verleitet zu der Annahme, dass man schrecklich schuldbeladene Charaktere spielen müsse, welche sich mit den moralischen Dilemmata ihrer Existenz auseinandersetzen und versuchen keinen Schaden zu verursachen. Blödsinn. Mann kann natürlich solche Charaktere spielen, man muss es aber nicht.
Denn: der Persönliche Horror ist eigentlich nicht für die Figuren, sondern für deren Spieler gedacht. Spielermoral und Charaktermoral sind (wie in allen guten Rollenspielen) zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wenn man also eine Figur wie direkt aus American Psycho oder Saw entstiegen spielt, so denkt man als Spie…

[alex erklärt *seine* Maskerade] „Alle Agenten laufen über und alle Widerstandskämpfer begehen Verrat.“

„Vampire: die Maskerade“ ist ein Spiel über unmoralische Individualisten. Das ist ein Satz mit dem sich mein derzeitiger Spielstil dieses Spiels derzeit zusammenfassen lässt. Wie bereits angekündigt, möchte ich das ein bisschen ausführen.
Es geht um Menschen in Grenzsituationen und wie sich diese dann verhalten. Das mag hochtrabend und intellektuell klingen, nach Absinthschlürfer-Treffen wo über existenzialistische Themen philosophiert wird. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Vampire ist kein Spiel über die kritische Selbstreflexion dieser Themen, es geht um das Erleben derselben.
Oder, um es plakativ auszudrücken: Maskerade ist ein Spiel über Soldaten, Geheimagenten und andere Mörder.Die Gesellschaft der Vampire wird beherrscht von Feindseligkeiten unter konkurrierenden Raubtieren. Diese Konkurrenz besteht zunächst einmal in Belangen der Nahrung, der persönlichen Sicherheit und des Reviers, aber jedem Vampir der etwas darüber nachdenkt ist klar, dass da noch mehr ist.…

Things you already know (via Trollsmyth)

Cute. The therpgsite-folks are finally clueing in on facts, that anyone who even BOTHERED to read “Vampire: the Masquerade” back in the early 90’s could have found out waaaaaay earlier.
Look who’s laughing now, you pricks: if you hadn’t wasted your time bashing something you don’t even understand, you could already have reached this “pearl of late wisdom”. Haw-haw and so long, you fuckers.